Außerordentlich bemerkenswert ist das Hörvermögen der Eulen. Sie können ihre Beute allein mit dem Gehör orten und davon geleitet auch erbeuten. So kann eine Schleiereule z.B. die Geräusche einer Maus auf 1 Winkelgrad genau anpeilen. Ihr Gehör ist um das 5-10 fache empfindlicher als das des Menschen. Einige Besonderheiten des äußeren Ohres ermöglichen ihr ein dreidimensionales Hören. Die Ohröffnungen liegen verborgen hinter dem Gesichtsschleier ( in etwa der Augenhöhe ) und münden höhenversetzt in den Schädel. Der Gesichtsschleier wirkt hierbei zusätzlich noch wie ein Trichter, der die Schallwellen bündelt und in Richtung Ohröffnung leitet.
Ausser der
Sumpfohreule sind alle Eulen
Nachtjagdvögel und haben deshalb auch
auffällige grosse Augen, die mitten im
Gesicht und nicht an den Gesichtsseiten
angebracht sind. So eine Lage der Augen
ermöglicht ihnen eine räumliches Sehen,
das für die Abschätzung der Entfernung
und Grösse sich bewegender Beute nötig
ist. Die Augäpfel haben die Eulen zwar
in Augenhöhlen fest untergebracht, aber
dafür können sie mit dem Kopf und Hals
bis zu 270 ( Einmal fast rum ) Grad
drehen und deshalb sagt man auch, dass
sich eine Eule den Kopf abdrehen kann.
Die Eulen haben eine hervorragende
Sehkraft. Zum Nachtsehen hat das
Eulenauge eine angepasste grosse Linse
und auf der Netzhaut eine grosse Anzahl
von lichtwahrnehmenden Zellen. Auf einem
* Quadratmillimeter * ihrer Netzhaut
existiert ca. 56 tausend solcher Zellen.
Deshalb kann die Eule Nachts fast so gut
sehen wie am Tage.











